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Die historische Firma C. G. Haenel aus Suhl produzierte ursprünglich Waffen, so wie viele Unternehmen im Ort. Fahrräder benötigen ähnliche Maschinen und Kenntnisse, so dass zum Ende des 19. Jahrhunderts auch Fahrräder in die Produktion aufgenommen worden sind. Die Fahrradproduktion fand bis etwa 1939 statt.
Haenel war als Hersteller von Militärausrüstung gut mit der deutschen Politik vernetzt. Es lag nahe, sich auch als Lieferant von Fahrrädern zu bewerben. Diese wurden vom deutschen Heer im 1. und 2. Weltkrieg als Transportmittel für Kuriere und Infanterie eingesetzt.
Das Problem der traditionellen deutschen Industrie war aber die technische Vielfalt. Das erste in Maßen und Gewinden standardisierte Fahrrad stammte aus der Waffen- und Fahrzeugschmiede C.G. Haenel in Suhl. Später wurde aus den Überlegungen eine deutsche Industrie-Norm entwickelt, abgekürzt DIN.